Historie der Gemeinde

Erste Erwähnung 1209
Die erste urkundliche Erwähnung von Grat­tersdorf erfolgte 1209 in einer Urkunde des Grafen Berthold von Bogen. In der Urkunde er­scheinen als Zeugen: Ulrich und Poppo de Gredinsdorf. Die beiden waren wohl Ministerialen der Grafen von Bogen. Der Gemeindeteil Winsing wurde als erste Ortschaft in der heutigen Gemeinde Grattersdorf urkundlich erwähnt, im Jahre 905 als Bucinbura.
 
Ulrich de Gredinsdorf
erscheint 1224 in einer Urkunde der Grafen von Bogen.Nach dem Aussterben der Gredinsdorfer kam die Ortschaft in den Besitz verschiedener Adelsgeschlechter, u.a. der Herren von Winzer und der Puchberger. Im Jahre 1451 wird der Ort erstmals als Hofmark bezeichnet. Im 18. Jahrhundert kam die Hofmark an die Freiherren von Vequel. Sie waren bis zur Aufhebung der Patrimonialgerichtsbarkeit (1848) die letzten Inhaber der Hofmark. Die anderen Ortschaften der heutigen Gemeinde gehörten großteils zum Kloster Niederalteich, teilweise zu den Klöstern Osterhofen und Obermünster. Die meisten Ortschaften sind im sogenannten Hermannskodex von ca. 1250 erstmals urkundlich erwähnt.
 
Entstehung der Gemeinde 
Die Ortschaften Neufang und Büchelstein sind erst Anfang des 18. Jahrhunderts entstanden. Im Jahre 1818 wurden die Gemeinden Grattersdorf, Nabin, Oberaign und Winsing gebildet. Die Gemeinden Grattersdorf und Oberaign wurden nach dem 2. Weltkrieg von der amerikanischen Besatzungsmacht zusammengeschlossen, Ende1947 aber wieder getrennt. Bis auf die Umgliederung der Ortschaft Geßling (1951) von der Gemeinde Winsing in die Gemeinde Riggerding haben sich die Gemeinden in ihrem Bestand nicht geändert. Im Rahmen der Gebietsreform haben sich die vier Gemeinden zum 1.1.1971 zur Gemeinde Grattersdorf zusammengeschlossen, die seit 1. Mai 1978 Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft ist.
 
Das Grattersdorfer Wappen
Der vierblättrige Zweig im Gemeindewappen verweist auf die früheren 4 Gemeinden. Die drei Monde stammen aus dem Wappen der Puchberger. Mit dem Lilienkreuz wird auf die vielen ehemaligen geistlichen Grundbesitzer hingewiesen.
 
Wappenbeschreibung:
"In Blau eine gesenkte, eingeschweifte, silberne Spitze, darin ein roter Zweig mit vier Blättern, vorne drei voneinander abgewendete, zwei zu eins gestellte, silberne Halbmonde, hinten ein schwebendes silbernes Lilienkreuz".
 
 
Kirche und Pfarrei
Der Bereich der heutigen Gemeinde gehörte zur Pfarrei Schwanenkirchen, wurde Vikariat dieser Pfarrei und 1649 zur selbständigen Pfarrei erhoben.
Die neue Pfarrei wurde mit Grundstücken und dem Edelhof als Pfarrhof (heute Kreuzerhof) ausgestattet.
 
Die heutige St. Ägidius-Kirche wurde 1536-39 von Veit von Puchberg gebaut, zwischenzeitlich aber mehrmals restauriert und umgestaltet.
Die zweite Kirche im Gemeindebereich befindet sich in Roggersing, einem früheren Wallfahrtsort. Die Roggersinger Filialkirche Johannes und Paulus
dürfte aus der Zeit um 1450 stammen. Um die mitten im Wald zwischen Grattersdorf und Kerschbaum stehende Wallfahrtskapelle „Rastbuche“ ranken sich viele Sagen und Legenden.
 
Wissenswertes rund um Grattersdorf
Markantester Aussichtspunkt ist der heute auch als Drachenfliegerstartplatz genutzte Büchelstein. Seinen Namen trägt das Büchelsteineressen, ein Gericht, dass Mitte des letzten Jahrhunderts von der Grattersdorfer Wirtin Auguste Winkler kreiert wurde.
 
Aus der Gemeinde stammt Pfarrer Joseph Klämpfl, ein im letzten Jahrhundert bekannter Heimatforscher. Eine Schule bestand in Grattersdorf seit 1728 bis 2014. Das inzwischen für Vereinsaktivitäten genutzte Schulhaus wurde Anfang der 60er Jahre gebaut.Der zwischenzeitlich um eine Gruppe vergrößerte Kindergarten wird seit 1981 betrieben.
 
 
 
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St. Ägidius Kirche
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Filialkirche Roggersing Johannes und Paulus
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Dorfkapelle Gottsmannsdorf - erbaut 1865
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Wallfahrtskapelle Rastbuche
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